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Privatpatienten

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Anders als in der GKV gehen Privatpatienten einen direkten Behandlungsvertrag mit dem Leistungserbringer ein, aus dem sich nach den Regelungen des Vertragsrechts ein unmittelbarer Honoraranspruch des Leistungserbringers gegenüber dem Patienten ergibt - unabhängig davon,ob und in welcher Höhe dieser ggf. einen Erstattungsanspruch gegenüber einer privaten Krankenversicherung (PKV) geltend machen kann.


Somit ist auch für die Zahlungsfrist die gesetzliche Regelung bindend und nicht der Termin einer eventuellen Erstattung durch die PKV.


Verordnungen für Privatpatienten sind an keine festen Vorgaben wie die HMR in der GKV gebunden, allerdings existierenauch bei PKVen eingeschränkte-Tarifbedingungen  sowie Kataloge erstattungsfähiger Heilmittel und Listen mit Erstattungs-höchstsätzen.


Diese sind von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich und auch vom gewählten Tarif abhängig.

Verschiedene PKVen bemühen sich, im Zuge der Kosteneinsparung unter Verweis auf angeblich ortsübliche Preise die Erstattungssätze weiter zu verringern. Von PKVen wird dabei immer wieder der sogenannte Beihilfesatz als oberste Erstattungsgrenze angeführt. Dabei sind jedoch drei Punkte zu berücksichtigen: 

1. Diese Beihilfe deckt nur den "Arbeitgeberanteil" an den Krankheitskosten von Beamten ab, und diese sind nach der neusten Rechtslage nicht mehr nur gehalten, sondern sogar verpflichtet, zur Absicherung der kompletten Behandlungskosten eine private Zusatzversicherungen abzuschließen.
2. Die beihilfefähigen Höchstsätze für Physiotherapeuten sind seit 2002 unverändert geblieben.

So hat das Bundesministerium des Inneren (BMI) bereits 2004 in einer Pressemitteilung ("Keine 'Extrawurst' für Beamte" vom 07.02.04) festgestellt, dass die Beihilfesätze nicht kostendeckend sind.

Daher sind die Beihilfesätze allenfalls als der unterste anzusetzende Kostensatz für Privatpatienten anzusehen.

Tarifbedingungen in privaten Krankenversicherungsverträgen, die eine Begrenzung der Kostenerstattung für Heilmittel vorsehen, können zur Beitragsreduzierung beitragen, aber u.U. zu unvollständiger Erstattung von Heilmittelrechnungen durch die PKV führen!

Beispielhaft können Sie hierzu die Tarifbedingungen der Barmenia Krankenversicherung im Standard- und im Basistarif einsehen (Stand August 2009). Beispiel Position "Krankengymnastik"

- im Standardtarif: eine Erstattung von 80% bis zur vereinbarten Selbstbehalt-Grenze, darüber 100% (S. 13f) von 19,50 € (S. 16)
- im Basistarif: 14,17 € (S. 21), mit Zuzahlung von 10,- € pro Rezept und 2,- € je Heilmittel (S. 12)

 

Bitte beachten Sie auch, dass Basistarife (wie z.B. auch der oben zitierte) darüber hinaus oft Regelungen enthalten, die sich kaum noch von denen der gesetzlichen Krankenversicherung unterscheiden (z.B. 14-Tages-Frist bis zum Behandlungsbeginn, Zuzahlung, Genehmigung) bzw. sogar auf den HMK


Dies gilt auch für den gesetzlich vorgeschriebenen Basistarif seit 01.01.2009.

Die PKV sind seit dem 01.01.2009 gesetzlich verpflichtet, einen Basistarif anzubieten, der in seinem Leistungsumfang dem der GKV entspricht, dessen Maximalbeitrag auf den Höchstsatz der GKV beschränkt ist und der weder krankheitsbedingte Ausschlüsse noch Beitragszuschläge zulässt. Die Leistungserbringung entspricht weitestgehend den für die GKV gültigen Regelungen. Hierzu finden Sie weitere Informationen z.B. auf www.pkv-basistarif.org Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen für den Basistarif 2009 mit dem Heilmittelverzeichnis finden Sie unter unseren Links.


 


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